Fairer Handel - Mexiko
Mexiko ist das drittgrößte Land Lateinamerikas. Die Bevölkerungsschichten klaffen weit auseinander. Eine Mittelschicht gibt es praktisch kaum, eine geringe Anzahl der Bevölkerung bildet die reiche Oberschicht, der größte Teil die arme Unterschicht. Hierzu gehören, ebenso wie in Guatemala, hauptsächlich die Indigenas (span.: "Ureinwohner"). Mexiko hat einen großen Teil armer Landbevölkerung, die in die Städte drängt, in der Hoffnung, dort regelmäßige Arbeit zu finden. Dies ist leider nicht immer erfolgreich, sondern führt mehr und mehr zu Ghetto-Bildung und Kriminalität in den Städten.
 Hängematten-Herstellung in Mexiko |
 Trocknung der gefärbten Hängemattenfäden |
Daher ist es sinnvoll, den Menschen in ihren Heimatdörfern Arbeit zu geben. A la Siesta leistet einen möglichen Beitrag, Menschen auf der Halbinsel Yucatan am Golf von Mexiko in ihren Dörfern zu halten und ihnen dort ihr Auskommen und das Zusammenbleiben mit ihren Familien zu ermöglichen.
Wir arbeiten mit einer alteingesessenen, yucatekischen Familie zusammen, die der Oberschicht angehört, die die Verhältnisse im Land kennt und die Indigenas nach allen Möglichkeiten unterstützt. Diese Familie unterhält in der Hauptstadt von Yucatan von der Garnfabrik bis zum Hängemattenexport die gesamte handgefertigte Produktion von mexikanischen Hängematten. Diese Arbeit wurde von den Familienmitgliedern über Jahrzehnte aufgebaut. Die Familie hat sich auf die Unterstützung eines großen Dorfes im Süden Yucatans spezialisiert. Dorthin wird einmal wöchentlich Garn geliefert, die Hängematten werden dort gefertigt und einmal wöchentlich gesammelt und zurück in die Stadt transportiert. Diese Produktion findet das ganze Jahr über statt, obwohl in den Exportländern Saisonzeiten für hohe oder geringe Abnahme aus dem Export führen. So ist für die Hersteller ein kontinuierliches Einkommen gesichert.
Die Dorfbewohner haben in den letzten 10 Jahren durch die kontinuierliche Arbeit an Hängematten für den Export und Verkauf an die eigene Bevölkerung in Mexiko ihre Lehmhäuser Stück für Stück in feste Gebäude umgebaut. Bei den Hurricanes der letzten Jahre hat sich dies als sehr vorteilhaft erwiesen. Keiner unserer Hängemattenweber hat seine Existenz verloren, die Häuser hielten dem Sturm stand.
Alle Kinder gehen regelmäßig zur Schule und haben ein gutes Auskommen. Die Landflucht aus diesem Ort in die Städte ist äußerst gering.
Ähnliches geschieht in der westlichen Region Mexikos, aus der unsere Keramik (Freundeskreise, Deko-Figuren usw.) stammen. Hier werden in traditionellen Niedrigbrand-Öfen Keramikartikel in kleinen Werkstätten gefertigt, handbemalt und exportiert. Auch diese Arbeiten halten einen großen Teil der Bevölkerung vom Umzug in die Städte ab und bescheren ihnen ein ordentliches Auskommen.
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