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Unsere Firmenphilosophie ist fairer Handel

Weberin in Guatemala
Weberin in Guatemala
Seit 1994 arbeitet A la Siesta e.K. für den fairen Handel.

In mehr als zwanzig Jahren haben wir viel erreicht!
Wir durften verfolgen, wie sich unsere mexikanischen Hängemattenweber feste Häuser bauten, Strom in die Dörfer im mexikanischen Urwald bekamen, dort das Fernsehen, die Computer und Smartphones einzogen, die Kinder zu Erwachsenen wurden, mit Bravour ihre Schulabschlüsse schafften oder durch die Prüfungen fielen und gleichzeitig die traditionelle Arbeit weiter geführt wird.
Dies verdanken sie Ihnen, unseren Kunden, die unsere Importe seit über 20 Jahren durch Ihre Käufe bei uns unterstützen. 

In Indonesien sahen wir kleine Familienbetriebe zu mittelständischen Unternehmen wachsen, die anderen Kleinstherstellern selbst Kredite geben können und kleine Sozialunternehmen für Hilfe ihrer Nachbarn aufbauen.
Allen Unwägbarkeiten zum Trotz haben diese Menschen durchgehalten und sich und ihren Kindern eine andere Zukunft aufgebaut. Die Kinder der Generation, mit der wir unsere Arbeit begannen, arbeiten heute teilweise in akademischen Berufen, teilweise führen sie die Betriebe ihrer Eltern weiter oder sind in der Lage, sich einen anderen Beruf auszuwählen. Die indonesische Insel Bali entwickelt seit einigen Jahren rasant die Tourismusbranche, so dass hier viele neue und auch gut bezahlte Arbeitsplätze entstanden sind. 

Guatemala wurde im Laufe dieser 20 Jahre immer wieder von politischen Unruhen und schweren Unwettern geplagt. So mussten viele Dörfer mehrfach wieder aufgebaut werden, kleine Familienunternehmen immer wieder von vorne beginnen. Die Menschen verzagten nicht, sie machen weiter. Die gute Schulbildung der neuen Generation führte bei manchen Betrieben zur Schließung, da die Kinder sie nicht übernehmen wollten, ihre Eltern jedoch mit guten Verdiensten aus anderen Bereichen ernähren können. Eine Rente wie in Deutschland gibt es in Guatemala nicht. 

Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass Fairer Handel oder früher "Entwicklungshilfe" im wahren Wortsinn zu einer Entwicklung verhilft.
So können wir nicht erwarten, dass die Dinge bereits perfekt sind, wenn wir beginnen, sie zu verändern. 
Wir müssen den Menschen Zeit lassen zu lernen und sie währenddessen in ihren Lernprozessen unterstützen.
So kann nach strengen Maßstäben immer ein Teil "unfairer" Handel in einem Produkt enthalten sein, sei es das Rohmaterial oder der Rohling eines schönen Produktes. Seien Sie sich jedoch sicher, dass wir als Fair-Handels-Unternehmen unseren Produzenten immer dabeii helfen werden, ihre Situationen zu verbessern, ihre Bildung zu erweitern, immer mehr Kennntnisse über Materialien, deren Herkunft, Arbeitsschutz und Umweltschutz zu erlangen.

Wir bitten Sie als Wiederverkäufer oder Weltladen-Einkäufer um dies Wenige:
Geduld und Vertrauen.

Unsere Beschreibungen unserer Produzenten sind Ihnen nicht genau genug?
Mancher läßt sich nicht gerne fotografieren, das respektieren wir. 
Oft fehlt uns als Kleinstunternehmen schlicht die Zeit, unsere Arbeit zu dokumentieren. 
Wir erhalten keine Fördermittel und beschäftigen keine ehrenamtlichen Mitarbeiter oder Journalisten, die uns auf unseren Reisen begleiten.
Ich zitiere einen Lieferanten: "Der Faire Handel ist keine Werbeveranstaltung" und füge hinzu:
Der Faire Handel ist Arbeit, deren Ergebnis man oft nach Jahren erst sehen kann. 

Ein Fädchen am Portemonnaie ist nicht richtig vernäht, an einer Mütze sitzt die Naht schief, ein Reißverschluss ist zu weit eingenäht?
..... Dies sind Dinge, die der geneigte Neubesitzer mit einem Nadelstich oft selbst verbessern kann, die von der Handarbeit und Individualität der Arbeiten unserer Produzenten sprechen und stetig verbessert werden.

Viele unserer Produzenten nehmen Tagesreisen auf sich, um die bestellten Waren zur Qualitätskontrolle und Versendung zu bringen. 
Wir schicken die Menschen nicht mit der Ware zurück in die Berge, sondern nehmen ihnen alles ab, auch wenn sie unsere westliche Perfektion nicht erreicht haben. Wir lieben diese kleinen "Patzer", sie zeugen von der Individualität und Handarbeit eines oder mehrerer Menschen, die alles getan haben, um unseren Ansprüchen gerecht zu werden. 
 

Zu unserer Firmengeschichte und unserer Arbeitsweise

Unsere Geschichte begann mit dem Import von Hängematten aus mexikanischen Urwald-Dörfern, setzte sich über Guatemala, Indonesien und Nepal fort.

So formulieren wir heute, nach 20 Jahren fairem Handel und Import unsere Ziele:

1. Wir beziehen unsere Produkte direkt von kleinen Herstellern in den Ländern Mexiko, Guatemala, Indonesien oder Thailand bzw. arbeiten in Nepal mit der Kollegenfirma RA Naturstyle zusammen, die von dort seit vielen Jahren fair gehandelte Produkte importiert.

2. Die Auswahl der Hersteller ist Chefsache. Die Firmenleitung sucht die Lieferanten vor Ort aus.

3. Auswahlkriterien unserer Produzenten:
  • wir bevorzugen reine Familienbetriebe, die sich aus verschiedensten Gründen nicht in Projekten organisieren können oder wollen
  • Produktionsverfahren sind umweltfreundlich oder die Bereitschaft zur Umstellung auf umweltfreundliche Verfahren ist vorhanden
  • Regelmäßiger Schulbesuch der Kinder bis zum Alter von mindestens 12 Jahren: Ziel ist, dass die Kinder eine weiterführende Schule besuchen und manchmal sogar studieren, wie bei vielen Familien in Guatemala und Bali z.B. in der Vergangenheit geschehen. 
So leben Kinder in den Betrieben ihrer Eltern:
In Mexiko (Hängematten):
Die Kinder lernen bereits im Alter von 6-8 Jahren an Mini-Hängematten für Puppen die Knüpftechnik und dürfen den Eltern hier und da ein wenig helfen, so lange sie dazu Lust haben.
In Indonesien: Die typische Situation ist eine Familie, die im Hof Kunsthandwerk schnitzt oder bemalt, die Kinder toben oder fahren mit ihren Fahrrädern dazwischen und halten ab und an inne, um sich dazu zu setzen und eine Weile mitzumachen.
In Guatemala lernen die Mädchen und Jungen ebenfalls z.B. Häkeln, Stricken und Nähen von ihren Eltern und werden in die Arbeit am Nachmittag zwischen Hausaufgaben, Hausarbeit und Handwerkskunst einbezogen. Manchmal zählen Sie Häkelbälle in Tüten, befüllen Säckchen mit fertigen Sorgenpüppchen oder mehrere Jungs ziehen eine Karre mit fertigen Waren zur Spedition.
Es handelt sich um kleine Aufgaben, wie sie Kinder in Deutschland ebenfalls von ihren Eltern bekommen. 
Hängematten-Herstellung
Hängematten-Herstellung in
Mexiko

4. Unsere Produzenten sind eigenständig, gehen ihrer Religion nach ihren Vorstellungen nach und bestimmen die Preise für die Waren selbst.

5. Wir helfen z.B. bei den Themen Umweltschutz, Arbeitsschutz, Altersvorsorge, Krankenversicherungen und anderen sozialen Absicherungen unserer Hersteller.

6.. Alle Artikel von RA Naturstyle und A la Siesta unterstehen den Prinzipien des Fairen Handels: Das Material wird zu 100% im Voraus bezahlt, die Löhne liegen weit über dem örtlichen Durchschnitt und die Gleichberechtigung von Männern und Frauen wird als selbstverständlich betrachtet. Kinder und Jugendliche werden nicht beschäftigt. In regelmäßigen Abständen werden alle Hersteller vor Ort besucht und persönlich beraten.

Durch Ihren Einkauf bei A LA SIESTA e.K. können Sie uns helfen, die bisherige, positive Entwicklung weiter zu unterstützen.

Jedes bei uns gekaufte Produkt bieten Ihnen:
  • Handarbeit, dadurch ist jeder Artikel ein Unikat!
  • Die Materialien sind natürlich oder nachwachsend
  • viele spezielle Geschichte zu einzelnen Produkten
  • Individualität: Unser direkter Kontakt zu unseren Herstellern erlaubt es uns, auch individuellen Wünsche in unseren Produktionsländern zu realisieren, die in ihrer Größenordnung einen Zugewinn für alle Beteiligten bietet.


Sie wollen einen Weltladen oder eine (Schüler-)Gruppe zum Verkauf fair gehandelter Artikel gründen?
Wir von A la Siesta e. K. helfen Ihnen gerne mit Informationen aus unserem langjährigen Erfahrungsschatz. Lesen Sie dazu unsere PDF-Datei Ihr Einstieg in den fairen Handel (100 kb).


Ute-Barbara Lück
(Inhaberin)
 

Weitergehende Entwicklungshilfe

Seit 1999 vermitteln wir per Paketbeilagen des www.childfund.de (früher CCF Kinderhilfswerk) Patenschaften für Kinder in aller Welt.
Wir haben selbst die Patenschaft für den im Jahr 2000 geborenen Jungen José in Guatemala übernommen, um ihm eine gute Ausbildung und Zukunft zu ermöglichen. Wir stehen mit ihm in regelmässigem Briefkontakt, in dem er uns über seine Erfolge in der Schule und von seiner Familie berichtet. 

Wir weisen gerne auch auf die Arbeit der Hilfsorganisation Camino Seguro hin, die Kindern, die in Guatemala-Stadt auf der Müllhalde leben, eine Alternative zu dem von extremer Armut, Drogenmissbrauch, Kriminalität und Gewalt geprägten Alltag bietet.

Ein Projekt in Guatemala, welches Schulkinder am Nachmittag mit Essen, Hausaufgabenhilfe und Gesundheitsvorsorge versorgt, liegt uns auch sehr sehr am Herzen: "Los Patojos". 

Bitte beachten Sie auch unsere Surftipps zum fairen Handel.